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Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für den Rhein-Sieg-Kreis mbH (GWG) wurde am 17. Mai 1939 gegründet und mit einem Stamm- kapital von 200.000,- RM ins Handelsregister eingetragen. Gesellschafter waren der Landkreis Siegburg, das Amt Menden, die Gemeinden Menden und Niederpleis, die GAG in Köln, die Emst-Cassel-Stiftung in Köln und Dr. Vormbroch in Essen.
Das Gründungsziel der GWG, durch einen Zusammenschluss den wirtschaftlich schwachen Siegburger Genossenschaften für den sozialen Wohnungsbau einen leistungsfähigen Träger zu schaffen, wurde nicht erreicht. Dagegen waren die Gemeinnützige Baugenossenschaft Eitorf und der Gemeinnützige Bauverein Hennef 1941 bzw. 1942 zu einer Verschmelzung mit der GWG bereit.
Der Krieg und seine Folgen brachte die Bautätigkeit fast zum Erliegen. Sie begann wieder im Frühjahr 1947 mit dem Um- und Ausbau von 28 Wohnungen im früheren Kommandanturgebäude auf dem Flugplatz Hangelar. Es war ein bescheidenes Auf und Ab, bis dann nach der Währungsreform 1949-1950 der Baubedarf im Wohnungsbau viel größer war als die zu erwartenden Mittel. Die kontinuierliche Bautätigkeit begann im Rahmen der Planung „Bundeshauptstadt“. Neben Bundes- bedienstetenwohnungen wurden Facharbeiter- und Werkswohnungen sowie Wohnungen für Flüchtlinge und Vertriebene errichtet.
Die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft und ihre Bautätigkeit ist ein Spiegelbild des deutschen sozialen Wohnungsbaus jener Jahre.
Neben dem Rhein-Sieg-Kreis gehören der GWG als Gesellschafter die Städte Lohmar, Rheinbach, Niederkassel, Bad Honnef, Hennef, Sankt Augustin, Königswinter und die Gemeinden Eitorf, Windeck, Neunkirchen-Seelscheid, Much und Ruppichteroth an.
Am 1. Januar 1991 wurde das Unternehmen nach dem Wegfall des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes voll steuerpflichtig. Das bedeutete u.a. Ermittlung der Gebäudewerte, Stand 1.1.1991 nach Teilwerterlass (Indexregelung), außerdem einen höheren Aufwand an Verwaltung und Ausrichtung der Geschäftspolitik nach steuerlichen Grundsätzen.
Gesellschafter und Aufsichtsrat blieben aber in ihrer neuen Satzung von 1995 bei der Festlegung, dass der Zweck der Gesellschaft vorrangig eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung der breiten Schichten der Bevölkerung ist.
Die Arbeit der GWG begann 1939 in einem bescheidenen Büro in der Zeughausstraße 6 in Siegburg. Wegen geringem Geschäftsumfangs wurde dieses Büro 1940 aufgegeben und in die Kreisverwaltung verlegt.